Donnerstag, 18.09.2025
12:45 - 13:45
Hörsaal 3
KN1
Keynote
Alternde westliche Gesellschaften sind durch zunehmende Diversität gekennzeichnet, u.a. als Folge wachsender Zahlen an Zugewanderten, die im Zielland alt werden bzw. alt geworden sind. Diese demographischen gesellschaftlichen Trends spiegeln sich auch im Organisationskosmos von Einrichtungen der Gesundheitsversorgung wider. Der Vortrag stellt eine konzeptuelle Rahmung von Versorgungsforschung im Kontext von Alter und Migration in der Organisation Krankenhaus vor und rekonstruiert auf der Basis von empirischen Befunden soziale Praktiken und Strukturen, die diversitätsbedingte Versorgungsungleichheiten begünstigen oder reduzieren. Daraus abgeleitet werden Anforderungen an eine diversitätsorientierte Versorgung und Forschung.
Der demografische Wandel prägt den Arbeitsmarkt auf mehreren Ebenen: Er beeinflusst sowohl das Arbeitsangebot als auch die Arbeitsnachfrage. Einerseits führt die Alterung der Bevölkerung und der bevorstehende Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge dazu, dass das Angebot an Arbeitskräften in den kommenden Jahren spürbar zurückgeht. Prognosen zeigen, dass bis 2030 mehrere Millionen Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen werden, während das Durchschnittsalter der Erwerbstätigen steigt . Andererseits verändert sich auch die Nachfrage nach Arbeit: Unternehmen sehen sich mit einer älter werdenden Belegschaft konfrontiert und müssen ihre Personal- und Arbeitsgestaltungsstrategien anpassen. Gleichzeitig steigt aufgrund des demografischen Wandels in bestimmten Branchen – wie etwa im Gesundheitswesen – der Bedarf an qualifizierten Fach-kräften. Der Vortrag beleuchtet diese wechselseitigen Veränderungen von Arbeitsangebot und -nachfrage durch den demografischen Wandel. Er zeigt auf, welche Herausforderungen aber auch Chancen sich daraus für die Arbeitswelt ergeben und diskutiert Ansätze, um die Beschäftigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in einer alternden Gesellschaft zu sichern.