Freitag, 19.09.2025

09:15 - 10:45

05.03.08
(Raum 2)

W42

Integration internationaler Pflegebeschäftigter – regionale und berufsbezogene Aspekte

Moderation: A. Rölle, Weingarten; C. Boscher, Weingarten; J. Steinle, Weingarten

Fragestellung: Die Gewinnung von Pflegebeschäftigten aus dem Ausland ist eine Strategie, mit der Pflegeunternehmen dem eklatanten Personalmangel entgegenwirken. Neben akutstationären Versorgungseinrichtungen nutzen zunehmend auch Unternehmen der Alten- und Eingliederungshilfe diesen Rekrutierungsweg. Für die Integration Pflegender insbesondere aus Drittstaaten bedarf es erweiterter Maßnahmen der Unternehmen, die über eine betriebliche Einarbeitung hinaus gehen. Vor diesem Hintergrund sollen auf Basis aktueller Forschungen, erstens Herausforderungen bei der Integration im ländlichen Raum diskutiert werden und zweitens soll die Hypothese beleuchtet werden, ob die Probleme im Kontext der Integration internationaler Pflegebeschäftigter als gesondertes Phänomen betrachtet werden sollten oder nur eine weitere Zuspitzung bestehender Problemlagen in der (Alten-)Pflege darstellen.

Methodik: Der Workshop gliedert sich in zwei Sequenzen: Nach einem initiierenden Kurzvortrag wird in einem Worldcafé mit vier vorbereiteten Fragestellungen über die besonderen Herausforderungen im ländlichen Raum bei der Integration internationaler Pflegebeschäftigter diskutiert. Nach einem weiteren Impulsvortrag zu Dissonanzen von Berufsbildern im internationalen Vergleich werden anschließend in einer Diskussionsrunde beide Themen verbunden und sich über die o. g. Hypothese ausgetauscht.

Basis für beide Kurzvorträge sind Ergebnisse aus einer Interviewstudie mit Beschäftigten von Pflegeunternehmen zum Themenkomplex Gewinnung und Integration internationaler Pflegender. Es handelt sich um eine BMBF-geförderte Teilstudie im Rahmen des Projektverbundes „Kompetenzzentrum für gesunde und innovative Arbeit in der Region Alb-Bodensee-Iller“.

Erwartete Ergebnisse: Der Workshop zielt darauf ab, vor dem Hintergrund regionsspezifischer Faktoren im Kontext von Integrationskonzepten die vorliegenden Ergebnisse mit Erfahrungen und erprobten Lösungsansätzen der Workshopteilnehmenden abzugleichen. Gleichzeitig sollen Ansatzpunkte für Verbesserungen bestehender Integrationskonzepte identifiziert werden. Ein weiteres Ziel ist die gemeinsame Reflexion über systemische Zusammenhänge zwischen allgemeinen Herausforderungen in der Pflege und spezifischen Integrationsproblemen. Zudem dient der Workshop der Vernetzung interessierter Akteur:innen, um den Diskurs auch über die Veranstaltung hinaus fortzuführen und Kooperationen anzustoßen.

Diskutant: M. H.-J. Winter, Weingarten

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