Donnerstag, 18.09.2025

16:30 - 18:00

05.03.201
(Raum 3)

W33

Bündnis „Gemeinsam für ein gutes, selbstbestimmtes Leben im Alter“: Kooperationen zwischen 'Praxis' und 'Wissenschaft'

Moderation: C. Bleck, Düsseldorf; K. Mimus, Leipzig

Hintergründe: Bundes- und Landespolitik greifen zwar Potentiale und Herausforderungen der älter werdenden Gesellschaft strategisch auf, überlassen aber die Schaffung fördernder und unterstützender Basisstrukturen für die Lebensphase Alter vorrangig der kommunalen Ebene. Doch hier fehlen Mindestkriterien für diese Strukturen, außerdem differieren die für die sogenannte Altenhilfe eingesetzten kommunalen Mittel stark (Stratmann 2021). Im Sinne einer Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse wird daher auch im 9. Altersbericht gefordert, dass „flächendeckende, vernetzte kommunale Infrastrukturen für soziale Dienste für ältere Menschen geschaffen werden“ (BMFSFJ 2025). Empfohlen wird, die Aufgaben der Altenhilfe nach § 71 SGB XII als Pflichtleistungen verbindlich zu regeln, adäquat zu finanzieren und zudem hierfür nötige landesgesetzliche Grundlagen zu schaffen (ebd.).

Unter anderem diese in der einschlägigen Fachdebatte in ‚Praxis‘ und ‚Wissenschaft‘ bereits länger existierenden Forderungen waren im Jahr 2024 Anlass dafür, das Bündnis „Gemeinsam für ein gutes, selbstbestimmtes Leben im Alter“ zu initiieren: Bündnisorganisationen sind die DVSG e. V. (Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen), die Fachgruppe Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s der DGSA e. V. (Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit), die LAG FW NRW (Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. Nordrhein-Westfalen), der VdK NRW e. V. (Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen) und der VSOP e. V. (Verein für Sozialplanung). Die Idee ist, sich gemeinsam mit gebündelter Expertise und Kraft – in Kooperation zwischen ‚Praxis‘ und ‚Wissenschaft‘ – für die Voraussetzungen gleichwertiger Basisstrukturen im Alter einzusetzen.

Fragestellungen und Methodik: Vor diesem Hintergrund zielt der Workshop, nach einem Impulsreferat zu den Bündnisstrukturen und -zielen, auf einen offenen Austausch zu folgenden Fragen:

1. Wie können Kooperationen von ‚Praxis‘ und ‚Wissenschaft‘ zu Entwicklungen für ein gutes, selbstbestimmtes Leben im Alter beitragen?

2. Wie könnte konkret eine Kooperation der Sektion IV der DGGG mit dem Bündnis ausgerichtet und gestaltet sein?

Ziel: Es werden Bedarfe sowie mögliche Strategien und Ansätze der Kooperation zwischen ‚Praxis‘ und ‚Wissenschaft‘ – mit exemplarischem Bezug auf das Bündnis und die Sektion IV der DGGG – erarbeitet.

Zurück