Donnerstag, 18.09.2025

16:30 - 18:00

05.03.202
(Raum 4)

W34

Aufsuchende Ansätze der Arbeit mit älteren Menschen: Nur Chancen oder auch Grenzen?

Moderation: W. Stadel, Esslingen; S. Beck, Esslingen

Veränderte oder sich verändernde Lebenswelten von älteren Menschen machen angepasste Zugangsformen erforderlich. Insbesondere die verstärkte Entwicklung von Armutslagen und Einsamkeit im Alter werfen aktuell die Frage auf, wie der Zugang älterer Menschen in prekären Lebenssituationen zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten erleichtert werden bzw. wie ältere Menschen besser erreicht werden können. Insbesondere also jene, die erstmal nicht von sich aus oder auch gar nicht Hilfe annehmen wollen oder können.

Aufgrund dieser konstatierten Nicht-Nutzung zeigen sich offensichtlich bereits oder wieder verstärkt Bemühungen und unterschiedliche Ansätze, ältere Menschen in anderer Form – nämlich präventiv und aufsuchend – erreichen zu wollen.

In unserem Beitrag befassen wir uns mit der Frage der Notwendigkeit und Ausgestaltung von Zugangsweisen zu älteren Menschen im Spannungsfeld von aufsuchender (Sozialer) Arbeit. Beleuchtet werden präventive Hausbesuche bis Streetwork im öffentlichen Raum, dort wo ältere Menschen anzutreffen sind: auf Wochenmärkten, in öffentlichen Parks, auf Friedhöfen und andernorts. Dies sind durchaus keine neuen Zugangswege der Sozialen Arbeit. Sie werden derzeit allerdings in diesem Kontext verstärkt mehr erprobt und etabliert.

Auch der neunte Altersbericht betont mehrfach, die Notwendigkeit von aufsuchenden Angeboten.

Bislang ist hierzu noch wenig beschrieben, wie Gerull (2022) vor dem Hintergrund ihrer Arbeiten zu Hausbesuchen in der Sozialen Arbeit herausstellt. Mit Überlegungen zu veränderten Lebenslagen älterer Menschen, zur Nicht-Nutzung und Adressat*innen-Orientierung wie auch zu aufsuchenden Arbeitsansätzen in anderen Handlungsfeldern hält Soziale Arbeit fachliche Diskurse vor, die dafür gewinnbringend sein könnten, zugleich aber auch Ambivalenzen verdeutlichen.

Unseren Beitrag würden wir gerne im Workshop-Format gestalten und mit zwei einführenden Kurz-Vorträgen beginnen. Im ersten Beitrag (Sylvia Beck/ Wolfgang Stadel) werden wir in das Themenfeld einführen und auf Chancen und Herausforderungen hinweisen. Im zweiten Beitrag wird Riccardo Pardini unter der Überschrift „Mobile Altersarbeit in der Schweiz – neues Arbeitsfeld im Wandel des Alterns“ von seinen Erkenntnissen für die Schweiz berichten. Im Anschluss würden wir im Plenum mit den Anwesenden diskutieren und zum Erfahrungsaustausch einladen.

Diskutant: R. Pardini, Bern

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